Gilbert - zivil

 

unika

Die Tunika war das Hauptkleidungsstück des Mannes. Sie war von der Zeit des Frühmittelalters bis zum Spätmittelalter in ganz Europa beliebt. Unter der Tunika wurde eine Untertunika aus dünnem Leinen getragen. Je nach Stand und Vermögen war die Tunika aus Leinen, Wolle oder sogar Seide. Die normannische Tunika ist knielang und somit deutlich länger als zur Zeit der Wikinger. Der Stand des Trägers bzw. der Trägerin drückte sich in der Art und der Aufwendigkeit der Verzierungen und der Farbe der Stoffe aus: Während Bauern eher einfache, kürzere Tuniken in (günstig herzustellenden Erdfarbtönen) trugen, welche bei der Feldarbeit nicht behinderten, waren die Tuniken der Edelmänner oft mit aufwendigen breiten Borten oder Säumen geschmückt und deutlich farbenfroher. Oft hatte die Tunika am Halsausschnitt vorne in der Mitte einen Schlitz, der das Hineinschlüpfen erleichterte. Dieser wurde ggf. durch eine Fibel geschlossen. Die Tunika wurde stets gegürtet getragen.

 

ose oder Bruche mit Beinlingen

Gilbert trägt (ganz altmodisch) Hosen aus Wollstoff.
Zu Gilberts Zeit wurde die Hose gerade jedoch als Modeerscheinung von den Beinlingen abgelöst. Beinlinge sind Hosenbeine, die nicht direkt miteinander verbunden sind. Die Beinlinge wurden mit Nestelbändern an der Brouche (Unterhose, ähnlich einer heutigen Boxershorts) befestigt und bedeckten entweder die gesamten Füße oder hatten nur einen Steg um die Ferse.

 

adenwickel, Wickelgamaschen

Mit den Wadenbinden wird der Fuß, der Unterschenkel mitsamt Hosenbein, bis unterhalb des Knies eingewickelt. Als Verschluss kann bei einfachen Varianten das Ende unter die vorhergehenden Wicklungen gelegt sein oder mit einem einfachen Bändchen verschnürt werden. Bei verschiedenen germanischen Völkern wurden auch aufwendig gearbeitete Schnallengarnituren oder Haken verwendet, die aus Bronze und Silber gefertigt sein konnten. Diese Wicklungen wurden je nach Tracht, Mode und Einsatz zusätzlich noch mit Lederbändern oder Gewebebändern umbunden. Wickelgamaschen wurden ursprünglich in den Schuhen als Sockenersatz getragen und schützten gleichzeitig den Unterschenkel vor Kälte und Verletzung.

 

antel

Gilbert trägt je nach Anlass verschiedene Mäntel: Zivil zumeist einen Halbkreis- bzw. Radmantel, in militärischer Kluft einen schlichten Rechteckmantel. Alle Mäntel sind aus unterschiedlich dicker Wolle. Der Mantel wird mit Nestelbändern aus Leder oder mit einer Fibel über der rechten Schulter geschlossen.

 

 

chuhe

An den Füßen trägt Gilbert recht einfache, etwa knöchelhohe, wendegenähte Schuhe aus Ziegen- und Rinds- bzw. Kalbsleder. Die Sohlen der Schuhe sind mit Leinöl eingepinselt, um sie zu härten.

 

ütze

An kalten Tagen trägt Gilbert eine sog. phrygische Mütze, die in etwa so aussieht wie das, was die Schlümpfe und die Mainzelmännchen auf dem Kopf haben - der Zipfel kann mit einer Fibel oder Gewandnadel vorn oder seitlich befestigt werden - dann sieht es auch nicht ganz so doof aus ;).


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